Lovla
Geboren in Dortmund, lebt und arbeitet in Berlin. Bühnentanzausbildung verschiedener Techniken des Modern Dance. Choreographie, Lehrtätigkeit und Auftritte bei Tanztheatern und Performances. Projekt Ritual und Körper. Studium Genderstudies und Religionswissenschaften. Seit 1999 Arbeiten und Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Bildenden Kunst.
In vielen meiner Arbeiten beziehe ich mich auf den Körper, das Körperhafte und dessen Zustände, weil hiermit ein direkter Zugang zu dem Betrachter ermöglicht wird. Die Objekte entstehen in unterschiedlichen Medien (Fotografie, Klang-, Lichtinstallation, Siebdruck, Video) um entsprechende Plastizität und Kohärenz zu erzielen. Das betrachtende Gegenüber soll unmittelbar ergriffen, und durch Irritation oder auch Unbehagen zu einem inneren Diskurs geführt werden. Ein Spiel mit Auflösung und Verschiebungen von festgeschriebenen Begriffen und Gefühlen kann dann beginnen.
Faltungen verstehe ich nicht im Sinne von Verästelung, Verfeinerung und Vertiefung, sondern in dem eher morbiden oder brüchigen Zustand von Verkrümmung, Verformung und Zerteilung. Dabei ist neben dem Formalen die Entäußerung der Figur von Belang. Der innere Zustand des Objekts als disharmonisches Element zu dem gefälligen Körper (Fotoobjekt "Galantine ", 2004). Desgleichen suche ich Mehrdeutigkeit in den Grenzen zwischen Schönheit und Verfall zu erwecken. Abhängig von der mehr oder weniger abstrakten Darstellung kann, z.B. durch Kenntnis des Titels, eine Vorstellung hin zu Verfall oder Entgrenzung entstehen oder auch revidiert werden ("Fleisch," 2003). Bei dem Video "Alive", 2001, bietet sich Fleisch wiederum in seiner reinsten Form dar, so daß die Frage nach Authentizität zunächst gar nicht gestellt wird, sondern direkt die Gefühle zu dem Objekt anspricht.
Abbildungen
1) ALIVE 2001 Video (50 min)
2)GALANTINE 2004 Fotoobjekt 16-teilig 180 x 180 x 2cm
Benötigtes Material : Videoprojektor

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